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Armutsrisiko von Kindern aus Einelternfamilien

|   Aktuelles 2017

Zum jährlichen Gespräch der familienpolitischen Sprecher*innen der Landtagsfraktionen mit dem Netzwerk Alleinerziehenden-Arbeit Baden-Württemberg traf sich Dorothea Wehinger am 14. November in Stuttgart mit Vertretern des Netzwerkes. Mit dabei waren die Abgeordneten Klaus Burger (CDU) und Andreas Kenner (SPD), das Netzwerk Alleinerziehenden Arbeit wurde vertreten von Geschäftsführerin Edith Lauble, Eva Zimmermann, Brigitte Rössiger und Johanna Rosner-Merzler.

Schwerpunktthema bei diesem Treffen war die Frage nach den Ursachen für das erhöhte Armutsrisiko von Kindern alleinerziehender Eltern.

Die Vertreter*Innen des Netzwerkes Alleinerziehenden-Arbeit nannten als eine der Ursachen unzuverlässige oder gar fehlende Kindesunterhaltszahlungen einer nicht unerheblichen Zahl von Vätern. Genaue Zahlen hierzu liegen für Baden-Württemberg allerdings nicht vor. Ein weiterer Grund für das erhöhte Armutsrisiko  liegt darin, dass viele Mütter aufgrund der mangelnden Kinderbetreuung in Rand- und Notzeiten nur stundenweise oder in Teilzeit berufstätig sein können. Zur Sprache kam auch, dass aufgrund hoher Wohnungskosten in den größeren Städten Baden-Württembergs Studien zufolge mehr als die Hälfte des Einkommens für Miete ausgegeben werden muss, was für alleinerziehende Eltern nicht zu schaffen ist.

Weitere Gründe finden sich in der Steuer-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik des Bundes.

Die Abgeordneten Wehinger, Burger und Kenner wollen  nun eine Kleine Anfrage an das Ministerium für Soziales und Integration richten und sowohl die Gründe für die Unregelmäßigkeiten bei den Kindesunterhaltszahlungen in Erfahrung bringen als auch die Anzahl der betroffenen Kinder.

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v.l.: Klaus Burger MdL, Edith Lauble, Brigitte Rössiger, Andeas Kenner MdL, Dorothea Wehinger MdL, Johanna Rosner-Merzler, Eva Zimmermann