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Die Politik des „Gehörtwerdens“ ganz wörtlich genommen - Die Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger im Gespräch mit Schüler*innen des Technischen Gymnasiums der Hohentwiel-Gewerbeschule

|   Aktuelles 2019

Am 25. März traf sich die Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger mit Schüler*innen der 8. Und 11. Klasse des Technischen Gymnasiums Singen.

 

Die Schulklassen 8. und 11., hatten den Wunsch, einmal mit einer „echten“ Politikerin zu sprechen, an ihren Lehrer Herrn Müller-Molenar herangetragen und Dorothea Wehinger hatte gerne zugesagt: „Mir ist es ganz wichtig mit den Menschen zu sprechen und nicht über sie“.

In ihrer Begrüßung betonte sie, dass sie keinen Vortrag halten, sondern diskutieren und Fragen beantworten wolle. So war das Eis auch schnell gebrochen und es entspann sich ein reger Austausch zwischen den Schüler*innen und der Politikerin.

Schon im Vorfeld waren Themen, die die Schüler*innen am meisten interessieren würden, gesammelt worden. Das „brennendste“ Thema, das die Gemüter erhitzte, war am Vortag der Abstimmung zur Urheberrechtsreform im EU-Parlament, der Artikel 13, der zum Schutz des geistigen Eigentums im Internet den Einsatz von „Uploadfiltern“ vorschlägt.

Ein anderer Diskussionspunkt war der Klimawandel, gegen den Schüler*innen weltweit demonstrieren. „Ich finde es sehr gut, dass die Schülerinnen und Schüler jede Woche die Kundgebung „Fridays for Future“  auf die Beine stellen – mit dem Klimaschutz muss es zügiger vorangehen – ich finde es wichtig, dass die Generation, die die Folgen des Klimawandels noch viel mehr erleben wird, als wir Älteren, sich engagieren – wir müssen alle unseren Beitrag leisten. Durch die Medienpräsenz der Schülerdemonstrationen hat die Thematik an Präsenz gewonnen“, erklärte Dorothea Wehinger dabei ihren Standpunkt.

„Wir werden auch auf Landesebene die gesteckten Klimaziele bis 2020, den CO 2 Ausstoß zu reduzieren, nicht erreichen. Deutschland ebenso wenig. Das gesteckte Ziel war Reduktion um 40 %, da sind wir noch lange nicht“.

Über andere Themen, wie die Legalisierung von Cannabis, die Arbeit der Polizei und den Umweltschutz im Allgemeinen, wurde ebenfalls lebhaft diskutiert.

Aber auch ganz konkrete Anliegen wurden an Frau Wehinger herangetragen – so die Verbesserung des ÖPNV – dabei ging es sowohl um die Forderung nach mehr Pünktlichkeit und Sauberkeit in den Zügen als auch um den Wunsch nach einer Senkung der Preise.

„Ich fahre auch fast täglich mit dem Zug und kenne die Missstände“, pflichtete Dorothea Wehinger den vorgetragenen Argumenten bei. „Ich habe schon einige Briefe an die Bahn geschrieben und ich bleibe dran. Auch als Kreisrätin setze ich mich für preiswertere und sogar kostenlose Monatskarten für Schüler*innen ein“, versprach Dorothea Wehinger zum Abschluss.

 

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