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Dorothea Wehinger bei der Donau-Parlamentarier-Konferenz in Budapest

|   Aktuelles 2018

In Vertretung der Landtagspräsidentin Muhterem Aras übernahm Dorothea Wehinger bei der Donau-Parlamentarier-Konferenz in Budapest vom 4. bis 5. Oktober 2018 die Leitung der Delegation des Landtages von Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt der Konferenz stand der Klimawandel mit seinen Auswirkungen auf die Landwirtschaft sowie Fragen eines modernen Wassermanagements und Wassernutzungssystems.

In Budapest trafen sich die Vertreter aus Baden-Württemberg und Bayern mit den Delegationen aus Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, der Republik Tschechien, Ungarn, Serbien und Slowenien. Im ersten Panel (Themenkomplex) erörterten die Konferenzteilnehmer die Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft und die Erfordernisse einer rechtzeitigen Anpassung. Dabei kamen neben der Steigerung von Energieeffizienz und der Frage der Bewässerung vor allem pflanzenbauliche Anpassungsstrategien zur Sprache. Diese Strategien umfassen den verstärkten Anbau hitze- und trockenheitstoleranter Kulturen, wie beispielsweise Soja, Gerste und Hirse. Auch der Schutz vor Erosion und Humuszehrung spielt angesichts zunehmender Starkniederschlagsrisiken eine wichtige Rolle, dem durch entsprechende Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenauswahl Rechnung getragen werden muss.

Veranschaulicht wurde die Thematik des Pflanzenbaus in einer Besichtigung eines Projektes zur Aufforstung und Forstwirtschaft in Gödöllö.

Im zweiten Panel befassten sich die Donau-Parlamentarier mit dem Themenkomplex modernes Wassermanagement und Wassernutzungssysteme. Der Klimawandel hat auch hier Veränderungen zur Folge, die sich auf den regionalen Wasserhaushalt z.B. mit Hochwasserschutz, Siedlungsentwässerung, Wasserversorgung und Gewässerschutz auswirken. Während in Baden-Württemberg die Wasserversorgung nicht gefährdet ist, droht in den Ländern Osteuropas bis 2040 großflächige Versteppung wegen Wassermangels.

Baden-Württemberg beteiligt sich im Rahmen der EU-Donauraum-Strategie an verschiedenen Projekten zur Wasserwirtschaft, u.a. in Serbien zur Abwasserentsorgung.

Die Donau-Parlamentarier-Konferenz in Budapest endete mit der Annahme einer Schlusserklärung durch die Delegationen. „Neben interessanten Statements mit sehr guten Ansätzen fand ich den Austausch mit den Mandatsträgern der Donau-Anrainer-Staaten überaus konstruktiv und spannend“, sagte Dorothea Wehinger über die Konferenz in Budapest.

 

Hintergrund zur Donau-Parlamentarier-Konferenz:

Die Donau-Parlamentarier-Konferenzen wurden auf Initiative des Landtags von Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Die erste Konferenz fand am 11. und 12. Juli 2013 in Ulm statt. Ziel ist es, den Donauraum gemeinsam in guter Nachbarschaft und kultureller Vielfalt nachhaltig zu entwickeln sowie die Verbindungen zwischen den Staaten zu festigen und neue Partnerschaften einzugehen. Die EU-Donauraumstrategie soll von Seiten der nationalen und der regionalen Parlamente im Donauraum begleitet und unterstützt werden. Durch einen regelmäßigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch soll ein Beitrag zur Umsetzung der Strategie geleistet werden

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Bilder: Büro Wehinger
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Das Parlamentsgebäude in Budapest
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Konferenzteilnehmer im Plenarsaal des ungarischen Parlaments