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Erfolgsgeschichte Ökologischer Landbau in Baden-Württemberg

|   Aktuelles 2018

Ökologischer Landbau schont Klima und Umwelt, hilft, unsere Artenvielfalt zu unterstützen, bringt wertvolle Lebensmittel hervor und schafft gleichzeitig wirtschaftliche Stabilität. Der Ökologische Landbau ist einer der wenigen Wachstumsmärkte innerhalb der Landwirtschaft. Wachstumsmärkte zeigen an, wohin es in der Zukunft geht. In Zeiten des Strukturwandels, in denen viele Betriebe verloren gingen, hat die Landwirtschaft im ökologischen Bereich dazugewonnen. Seit die Grünen im Ländle regieren, geht’s mit Bio aufwärts!

„Unsere bäuerlichen Betriebe erkennen zunehmend die Chancen des Ökolandbaus. Die Verbraucherinnen und Verbraucher fragen Biolebensmittel aus unserer Region verstärkt nach. Auch der Weinanbau am Hohentwiel wird nun gesamt ökologisch angebaut. Hier funktioniert der Markt gut. Gleichzeitig profitieren Natur, Umwelt und Mensch“, sagt die Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger. Da die Zahl der Betriebe entgegen dem allgemeinen Trend steigt, sieht Dorothea Wehinger die Förderung von Ökolandbau als wichtiges Instrument, um dem Höfesterben entgegenzuwirken.

Seit Januar 2018 sind der Landkreis Konstanz und der Bodenseekreis gemeinsam Bio-Musterregion. Um den ökologischen Landbau in der Region aktiv zu unterstützen, fördert das Land nun bis einschließlich 2020 ein Regionalmanagement mit bis zu 100.000 Euro jährlich. Sitz dieses Regionalmanagements ist beim Landwirtschaftsamt in Stockach. Die Bio-Musterregionen sind „Reallabore“ für den Ökolandbau im ganzen Land.

„Der Hegau und die Bodenseeregion haben großes Potenzial, was die Erzeugung und Vermarktung von hochwertigen Bio-Produkten anbelangt. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen die Qualität, die Frische und Vielfalt unserer regionalen Produkte. Als Bio-Musterregion können wir diese Stärke ausbauen und weiterentwickeln.“ freut sich Dorothea Wehinger über die Auszeichnung.

Die grün geführte Landesregierung hat seit 2011 viele Fördermaßnahmen für den Ökolandbau auf den Weg gebracht. So werden Ökobetriebe bei der Investitionsförderung stärker berücksichtigt, mit Hilfe des Förderprogramms für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) wird die Umstellung auf den Ökolandbau gefördert und auch die Kontrollen der Öko-Kontrollstellen werden bezuschusst. „Der Umstieg auf Bioproduktion lohnt sich, er ist aber mit viel Aufwand und Kosten verbunden. Hier leisten wir als Land Unterstützung. Wir verfahren nach dem Grundsatz, Steuermittel vorrangig dort einzusetzen, wo die Gesellschaft insgesamt profitiert. Das tut sie bei der Ökoförderung durch gesunde Lebensmittel und mehr Natur- und Tierschutz“, so Dorothea Wehinger.

2011 wurden im Land 90.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Heute sind es bereits 166.000 Hektar, dabei stieg die Zahl der Ökobetriebe von 2011 bis heute von 6.500 auf 8.600 Betriebe.

Untersuchungen des NABU bestätigen auch, dass nach dem Weglassen synthetischer Handelsdünger und Pestizide und der Erweiterung der Fruchtfolgen sich die Lebensgemeinschaften der Arten erholen können. Mehrere Untersuchungen auch zur Vogelwelt auf biologisch und konventionell bewirtschafteten Höfen belegen bis zu sechs mal höhere Anzahlen von Brutrevieren und bis zu achtfach erhöhten Populationsdichten auf Biohöfen, was vor allem auf die größere Strukturvielfalt, der Bodenbearbeitung und dem Verzicht auf chemische Spritzmittel und Kunstdünger zurückgeführt wird.

Um den Ökolandbau auch in Bildung und Forschung zu unterstützen, hat das Land Baden-Württemberg eine neue Fachschule für ökologischen Landbau in Emmendingen eingerichtet und den Studiengang Ökolandbau an der Universität Hohenheim ausgebaut.

Im Bundesvergleich nimmt Baden-Württemberg mit einer ökologisch bewirtschafteten Fläche von 11,7 % einen Spitzenplatz ein. Bis 2030 sollen 30 % der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden.

„Ich bin selbst in der Landwirtschaft groß geworden, und deshalb seit Kindesbeinen eng mit der Natur verbunden. Die Erhaltung unserer Artenvielfalt ist mir daher ein großes Anliegen. Den Landwirtinnen und Landwirten, die seit Generationen unsere einzigartige Kulturlandschaft bewirtschaften und pflegen, gehört meine Hochachtung für ihre Arbeit und mein Dank für ihren Einsatz“, erklärt Dorothea Wehinger ihr Engagement für die Landwirtschaft.

Sie kündigt schon ihre dritte Veranstaltung in der von ihr initiierten Themenreihe zur Biodiversität an: Maria Heubuch, Mitglied des Europa-Parlaments (Grüne), spricht am 26. November 2018, 19:30 Uhr im Landgasthof „Hecht“ in Orsingen-Nenzingen über die Zukunft der Landwirtschaft und die dramatischen Auswirkungen der Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP).

 

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Bild: Fraktion GRÜNE im Landtag