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Integrationsmanager können starten - Land stellt Mittel zur Verfügung

|   Pressemitteilungen 2018

Die grüne Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger freut sich: „Das bundes-weit einmalige Projekt soll helfen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.“

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten: Wie die grüne Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger mitteilt, haben sie jetzt Klarheit über die Höhe der ihnen dafür vom Land zur Verfügung gestellten Mittel.

Das Sozial- und Integrationsministerium und die Kommunalen Landesverbände haben sich laut Wehinger auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Davon profitieren auch die Städte und Gemeinden im Wahlkreis Singen, die jetzt Mittel abrufen beziehungsweise beantragen können.

„Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich und erstmals eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren. Sie waren bislang immer auf sich alleine gestellt“, freut sich Dorothea Wehinger. Die Singener Landtagsabgeordnete betont: „Dieses Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.“

Die Gemeinden, erläutert Wehinger, können jeweils entscheiden, ob sie selbst Integrationsmanager beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen und gemeinsam einen Antrag stellen möchten. Antragsberechtigt sind eine oder mehrere Kommunen, wenn sie laut Planungsrahmen Mittel in Höhe von mindestens 51 000 Euro in Anspruch nehmen könnten. Kommunen, die laut Planungsrahmen unter dieser Summe liegen, müssen sich mit anderen Kommunen zusammenschließen.

Den Gemeinden stehen folgende Fördersummen zur Verfügung:

Aach

5.573 €

Bodman-Ludwigshafen

23.086 €

Büsingen am Hochrhein

31.047 €

Eigeltingen

44.580 €

Engen

81.996 €

Gailingen am Hochrhein

14.329 €

Gottmadingen

92.345 €

Hilzingen

42.988 €

Hohenfels

8.757 €

Mühlhausen-Ehingen

13.533 €

Mühlingen

14.329 €

Orsingen-Nenzingen

18.310 €

Rielasingen-Worblingen

101.898 €

Singen

357.440 €

Steißlingen

20.698 €

Stockach

142.498 €

Tengen

15.922 €

Volkertshausen

16.718 €

 

 

Hintergrund:
Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.

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