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Land unterstützt Tübinger Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte mit 200.000 Euro

|   Stuttgart 2019

Dorothea Wehinger, MdL: „"Archivarbeit sichert einzigartigen Fundus zur Frauenbewegung"

Susanne Rückl-Kohn, Leiterin der Geschäftsstelle von baf e.V.: "Diese Unterstützung ist für uns eine riesige Chance und ein großer Ansporn für die weitere Arbeit“

 

Stuttgart – Auf eine Initiative der grünen Landtagsfraktion unterstützt das Land Baden-Württemberg im kommenden Doppelhaushalt 2020/21 das Tübinger Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs e.V. (baf) mit einmaligen Projektmitteln in Höhe von jeweils 100.000 Euro pro Jahr. Ein entsprechender Antrag wurde in dieser Woche im Finanzausschuss des Landtags mehrheitlich beschlossen.

Dorothea Wehinger, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion GRÜNE, sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Frauenpolitik im Land. "baf e.V. bietet seit mehr als 30 Jahren einen einzigartigen Fundus und Gedächtnisort von und für Frauenbewegungen in unserem Land. Wir wollen diese wertvolle Arbeit unterstützen und die Bedingungen dafür schaffen, dass dieser Archiv- und Bibliotheksbestand als einziges FrauenLesbenArchiv Baden-Württembergs weiter ausgebaut und für die Zivilgesellschaft noch besser zugänglich gemacht wird."

Susanne Rückl-Kohn, Leiterin der Geschäftsstelle von baf e.V., zeigt sich erfreut über die Würdigung des Vereins. "Diese Unterstützung ist für uns eine riesige Chance und ein großer Ansporn für die weitere Arbeit. Unser Ziel ist es, die Mittel so verantwortungsvoll und nachhaltig wie möglich für die Sicherung und den Sammlungsausbau des Archivs zu verwenden. Damit soll auch nachfolgenden Generationen ein Gedächtnis- und Forschungsort für Frauen*Bewegungen in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt werden."

Daniel Lede Abal, Wahlkreisabgeordneter ergänzt: "Als ehrenamtlich getragener Verein leistet baf e.V. als Bildungszentrum einen unschätzbaren Beitrag für die Stadtgesellschaft und bietet als offener Ort des Austauschs viele Möglichkeiten der Begegnung und gesellschaftlichen Debatte. Dieses Engagement ist ein vorbildliches Beispiel für gelebte Demokratie!"

Oberstes Ziel von baf e.V. sei es daher, durch die Förderung die Kontinuität der Arbeit des Archivs und des Vereins sicherzustellen und zeitnah ein detailliertes Konzept zur Zukunftsfähigkeit unter dem Titel "baf 4.0" auszuarbeiten. Rückl-Kohn: "Wir wollen eine Archivstelle schaffen, um die Sicherung der bislang gesammelten und der noch einzuwerbenden wertvollen Dokumente von Frauen*- und Frauen*Lesben-Initiativen in Baden-Württemberg weiter kontinuierlich vornehmen und vorantreiben zu können. Zusätzlich können wir jetzt ein passendes Archivprogramm anschaffen." Dabei solle vor allem das seit längerem angedachte Projekt "Digitale Landkarte" zu Fraueninitiativen im Land realisiert werden. Rückl-Kohn: "Es ist für uns das Gebot der Stunde‘, diese wichtigen Unterlagen des zivilgesellschaftlichen Engagements im Land für nachfolgende Generationen langfristig zu sichern!" Weiter seien dringend größere, barrierefrei zugängliche Archivräume mit adäquater Ausstattung notwendig. Die Platzkapazitäten des Archivs seien bereits jetzt ausgeschöpft.

 

 

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