Zum Inhalt springen

One Billion Rising am 14. Februar 2018

|   Aktuelles 2018

Zum heutigen Aktionstag „One Billion Rising“ für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung erklärt Dorothea Wehinger, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion GRÜNE im Landtag:

"Es ist ein wichtiges Signal, dass auch dieses Jahr wieder weltweit Menschen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf die Straße gehen. Das Ausmaß an Gewalt, die tagtäglich gegen Frauen verübt wird, ist nach wie vor erschreckend. Weltweit erfährt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Auch in Deutschland und der EU gibt es noch immer ein hohes Maß an Gewalt gegen Frauen. In der EU haben 33 Prozent der Frauen seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erfahren. Dies entspricht etwa 62 Millionen Frauen. Die EU-Mitgliedstaaten sollten das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, ratifizieren und vor allem auch umsetzen.

Gewalt gegen Frauen betrifft nicht nur einige wenige Frauen, sondern sie wirkt sich tagtäglich auf die gesamte Gesellschaft aus. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Übergriffe finden jeden Tag und in allen Lebensbereichen statt – am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder in der Partnerschaft. Sie ziehen sich durch alle Schichten der Gesellschaft, unabhängig von Bildungsniveau, Einkommen oder sozialer Herkunft der Beteiligten.

Um Frauen wirksam vor häuslicher Gewalt zu schützen und gewaltbetroffene Frauen bestmöglich zu unterstützen, braucht es auch ein Umdenken in der Gesellschaft. Mit dem Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen hat das Land ein wirksames Instrument initiiert, mit dem eine bedarfsdeckende und bedarfsgerechte Versorgung mit Frauen- und Kinderschutzhäusern, Schutzwohnungen und ambulanten psychosozialen Unterstützungsangeboten für gewaltbetroffene Frauen, gut aufeinander abgestimmte polizeiliche, psychosoziale, medizinische und zivil- und strafrechtliche Hilfsangebote sowie eine nachhaltige Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit etabliert wird. Denn eine gesellschaftliche und familiäre Tabuisierung des Themas ist eines der größten Hindernisse für die Abschaffung von Gewalt gegen Frauen.“

Presseberichte:

Esslinger Zeitung

Schwäbisches Tagblatt

 

 

Zurück
2018.JPG